Von Schorsch Horz

Der Ausdruck Vollpfosten ist ein Schimpfwort für eine Person, die sich durch besondere Dummheit auszeichnet. Man vermutet eine Bezugnahme auf die intellektuellen Fähigkeiten des Bezeichneten, die nicht größer seien als die eines stehenden Holzstücks. Der Duden hat das Wort 2013 aufgenommen (aus Wikipedia)

Ich gebrauche das Wort Vollpfosten hier ganz bewusst. Leitpfosten, Zeichen 620, finden sich in der Straßenverkehrsordnung und dort im § 43 Absatz 3, Anlage 4, Abschnitt 3. Sie sind eine Einrichtung zur Kennzeichnung des Straßenverlaufs. Rechtsseitig haben sie einen reflektierenden Balken, linksseitig 2 Punkte, auch reflektierend. In den Erläuterungen wird ausgeführt: um den Verlauf der Straße kenntlich zu machen, können an den Straßenseiten Leitpfosten in der Regel im Abstand von 50 m und in Kurven verdichtet werden. Wer schon einmal mit dem Auto bei dichtem Nebel oder starkem Schneefall unterwegs war, weiß den Wert von Leitpfosten zu schätzen.

Trotz aller Bemühungen, ich habe keine Kommentierung gefunden, dass irgendwelche Vollpfosten auf ihrem nächtlichen Fußweg nach Hause ihren Frust an den Leitpfosten abarbeiten können. Mitte Dezember 2017 war solch ein Zeitgenosse, möglicherweise mit Gleichgesinnten, vom Ortseingang Eisenbach zur B 8, vielleicht auch umgekehrt, unterwegs. Am Ende des Weges lagen alle Leitpfosten flach und irgendwo im Gelände. Es brauchte 1 ½ Wochen, bis die Straßenmeisterei den ordnungsgemäßen Zustand der Straße wieder hergestellt hatte, aber nur eine Nacht, bis der gleiche oder ein anderer Vollpfosten sein Werk schon wieder begonnen hatte, es steht zurzeit (Heiligabend 2017) schon wieder nur noch die Hälfte der Einrichtungen, die Autofahrern helfen, in der Spur zu bleiben.

Strafrechtlich relevante Erläuterungen zur Sachbeschädigung und gegebenenfalls zum gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr spare ich mir hier, der Vollpfosten versteht das sowieso nicht, alle sozialisierten Menschen brauchen solche Erläuterungen nicht.

An meinem Appell – gegenseitige Rücksicht ist gefragt – hat sich nichts geändert. Wenn sich jeder bewusst ist, dass er nicht alleine unterwegs ist und die Rechte anderer wahrt, ist bei der Verkehrssicherheit viel gewonnen. Verkehrssicherheit liegt zum allergrößten Teil in der Hand jedes einzelnen Teilnehmers. Um den verbleibenden kleinen Rest will sich UWE in Selters/Taunus gerne kümmern.

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3 KOMMENTARE

  1. Schorsch Du hast vollkommen Recht! Einer liegt sogar in der Grabenstrasse. Das sind echt Vollpfosten ohne Hirn und Verstand!

  2. Schorsch, du sprichst aus, was viele denken.

    Nach Recherche im Internet kostete die Wiederaufstellung im Jahr 2008 bereits 56€ pro Leitpfosten.
    Da kommt bei der Aktion schon ein Betrag von über 1.000€ zusammen, die jetzt vom Steuerzahler getragen werden.
    Es wäre schön, wenn man diesen „tapferen Helden“ die entsprechende Rechnung der Straßenmeisterei zukommen lassen könnte.

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